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SICONA – Ouest Musée National d'Histoire Naturelle Lëtzebuerger Naturfotofrënn Fotowettbewerb:
Luxemburgische Landschaften im Lauf der Zeit
PRESSEMITTEILUNG
Juni 2007
Fotowettbewerb in den Gemeinden des SICONA –Westen: Luxemburgische Landschaften im Lauf der Zeit
Landschaftswandel findet oft schleichend aber kontinuierlich statt. Dementsprechend wird die Veränderung der Landschaft nur bedingt wahrgenommen – am ehesten wird die negative oder vielleicht auch positive Änderung nach einer längeren Abwesenheit bemerkt.
Um die Menschen vor Ort für den Landschaftswandel zu sensibilisieren und sie zu motivieren sich für den Erhalt oder die Verbesserung „ihrer“ Landschaft zu engagieren, organisieren der Naturschutzzweckverband SICONA–Westen, das Naturhistorische Museum und die Lëtzebuerger Naturfotofrënn einen Fotowettbewerb zum Thema "Luxemburgische Landschaften im Lauf der Zeit".
Vorher – Nachherbilder gesucht
Ziel des Wettbewerbs sind Landschaftsbilder von früher und heute, mit möglichst identischem Bildausschnitt. Dabei muss die „Vorheraufnahme“ mindestens vor dem Jahr 2000 aufgenommen worden sein, das aktuelle Bild sollte von 2007 stammen. Zugelassen sind nur Bilder aus einer der 20 Mitgliedsgemeinden des SICONA–Westen: Bascharage, Bertrange, Bettembourg, Clemency, Dippach, Differdange, Dudelange, Garnich, Kayl, Kehlen, Kopstal, Leudelange, Mamer, Mondercange, Pétange, Reckange/Mess, Rumelange, Sanem, Schifflange und Strassen.
Was die „alten“ Bilder betrifft, haben die Teilnehmer die Möglichkeit auf eigene Aufnahmen zurückzugreifen oder das Bildarchiv des SICONA–Westen zu benutzen, das unter www.sicona.lu zugänglich ist. Hier finden die interessierten Fotographen auch die kompletten Teilnahmebedingungen zum Wettbewerb.
Insgesamt werden 20 Preise vergeben, die sich wie folgt aufteilen : 1. Preis : 250 €, 2. Preis : 200 €, 3. Preis : 150 €, 4. bis. 20. Preis : 100 €, wobei maximal ein Preis pro Gemeinde vergeben wird. Einsendeschluss ist der 1. Dezember 2007, weitere Infos bei SICONA–Westen (Tel. 26 30 37 –25)
Das Umweltministerium unterstützt das vorliegende Projekt im Rahmen der SICONA-Kampagne „Nature for People – People for Nature“.
Landschaftsverbrauch und Landschaftswandel in Luxemburg
In Luxemburg ist die Gefährdung der Landschaft unübersehbar. Die Bevölkerung unseres Landes hat sich innerhalb eines Jahrhunderts fast verdoppelt, die Bevölkerungsdichte liegt mit 170 Einwohnern pro qkm über dem EU-Durchschnitt (120 EW/qkm). Darüber hinaus ist innerhalb Luxemburgs die Bevölkerungsdichte sehr unterschiedlich. Während im ländlichen Raum die Bevölkerungsdichte bei 81 EW/qkm liegt, erreicht sie im Südwesten des Landes 315 EW/qkm.
Seit 1970 hat sich die Anzahl der zugelassenen Fahrzeuge verdreifacht, die Autobahnen wurden beispielsweise im selben Zeitraum von 7 km auf 115 km Länge ausgebaut. 1999 waren 10,4 % der Landesfläche von Siedlungen, Gewerbezonen und Verkehrsinfrastrukturen bedeckt – Tendenz weiter steigend. Diese wenigen Zahlen machen deutlich, dass die Landschaften Luxemburgs durch die Bevölkerungszunahme, vor allem aber durch die veränderten Ansprüche der Menschen einem starken Druck ausgesetzt sind.
Aber auch die restlichen 90% unverbauten Flächen wurden vielerorts monotoner. Die moderne Landwirtschaft hat in verschiedenen Regionen Luxemburgs zu einer negativen Veränderung der Landschaften geführt – die Fluren wurden einheitlicher, sie haben ihre Identität zumindest stellenweise verloren.
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